Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Gießen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Gießen

    Recht gute Gründungsdynamik, Schwächen am Arbeitsmarkt

    Der Landkreis Gießen belegt mit 50,8 Punkten Platz 222 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Landkreis Gießen Platz 21 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Gießen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Besser als im Bundesdurchschnitt stellt sich im Kreis Gießen der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Mit einem Wert von 3,8 je 1.000 Einwohner (2004) rangiert der Kreis bei der Gründungsdynamik relativ weit oben im INSM-Bundesvergleich: Rang 135. Im Bundesdurchschnitt liegt der Wert bei 3,3 je 1.000 Einwohner.
    • Überdurchschnittlich ist der Kreis Gießen auch beim Anteil Hochqualifizierter. 9,4 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten dort im Jahr 2005 einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Im Bundesmittel waren es nur 7,5 Prozent. Rang 94.
    • Rang 103 im INSM-Ranking belegt der Kreis Gießen bei der Altersbeschäftigungsquote. 31,6 von 100 Einwohnern im Alter von 55-65 Jahren hatten hier 2005 einen sozialversicherungspflichtigen Job. Bundesweit sind es nur 29,4.
    • Mit 27.514 Euro je Einwohner war das Bruttoinlandsprodukt 2004 im Kreis Gießen recht hoch. Im Bundesdurchschnitt lag die Wirtschaftsleistung je Einwohner nur bei 24.805 Euro. Damit erreicht der Kreis Rang 113.

    Schwächen

    • Unbefriedigend ist im Kreis Gießen die Ausbildungsplatzdichte: Auf 100 Nachfrager kamen 2003 statistisch betrachtet nur 88,8 Ausbildungsplätze. Im Bundesdurchschnitt standen 96,8 Lehrstellen zur Verfügung. Nur Rang 407 für den Kreis.
    • Höher als im Bundesschnitt ist im Kreis Gießen die Quote der Straftaten. 7.689 Straftaten je 100.000 Einwohner wurden im Jahr 2005 gemeldet. Die Anzahl der Delikte im Bundesdurchschnitt betrug 6.919. Rang 297.
    • Unter den Arbeitslosen im Kreis Gießen befinden sich mit einem Anteil von 35,9 Prozent (2005) etwas mehr Langzeitarbeitslose als im Bundesmittel (35,4 Prozent). Rang 245.
    • Auch die Arbeitslosenquote im Kreis Gießen war im Jahresdurchschnitt 2006 mit 12,7 Prozent etwas höher als im Bundesdurchschnitt (12,2 Prozent). Rang 263.