Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Wetteraukreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Wetteraukreis
Plus bei der Altersstruktur, minus bei der Ausbildungsplatzdichte
Der Wetteraukreis belegt mit 55,9 Punkten Platz 81 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Wetteraukreis Platz 11 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Wetteraukreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Unter den Arbeitslosen im Wetteraukreis finden sich mit einem Anteil von 29,8 Prozent (2005) unterdurchschnittlich viele Langzeitarbeitslose. Bundesweit liegt die Quote bei 35,4 Prozent. Rang 89 im INSM-Ranking und Platz 5 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen.
- Gut platzieren kann sich der Wetteraukreis beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zunkunft, abbildet: Der Kreis lag 2005 mit 118,6 Punkten deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 100 Punkten. Rang 108 bundesweit, Platz 5 in Hessen.
- Etwas besser als im Bundesdurchschnitt stellt sich im Wetteraukreis der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Mit einem Wert von 3,8 je 1.000 Einwohner (2004) rangiert der Kreis weit in der oberen Hälfte des Rankings auf Rang 131. Im Bundesdurchschnitt liegt der Wert bei 3,3 je 1.000 Einwohner.
- Weit über dem Bundesdurchschnitt liegt im Wetteraukreis der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Dort waren im Jahr 2005 13,8 Prozent aller Arbeitnehmer beschäftigt (Bundesdurchschnitt 8,4 Prozent). Rang 45.
Schwächen
- Lediglich auf Rang 241 kommt der Wetteraukreis beim Bruttoinlandsprodukt. Nur 21.448 Euro wurden hier je Einwohner im Jahr 2004 erwirtschaftet. Bundesmittel: 24.805 Euro.
- Nachholbedarf hat der Wetteraukreis bei der Ausbildungsplatzdichte. Im Jahr 2003 standen für 100 Nachfrager nur 91,1 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Damit liegt der Kreis unter dem Bundesdurchschnitt von 96,8 Lehrstellen je 100 Nachfrager und erreicht Rang 376.
- Recht hoch sind im Wetteraukreis die Arbeitskosten. Ein Arbeitnehmer kostete sein Unternehmen im Jahr 2004 im Schnitt 33.571 Euro. Im Bundesdurchschnitt liegt der Vergleichswert bei 30.561 Euro. Der Kreis erreicht damit nur Rang 343.
- Über dem Bundesdurchschnitt liegt im Wetteraukreis die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände. Im Jahr 2004 stand jeder Einwohner dort rechnerisch mit 1.683 Euro in der Kreide (Bundesdurchschnitt 1.438 Euro). Rang 315.
