Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Rheingau-Taunus-Kreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Rheingau-Taunus-Kreis
Schlanke Verwaltung, Lehrstellenprobleme
Der Rheingau-Taunus-Kreis belegt mit 57,3 Punkten Platz 51 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Rheingau-Taunus-Kreis Platz 6 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Rheingau-Taunus-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Der Rheingau-Taunus-Kreis hat statistisch betrachtet nur 1,02 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner (2004). Im Bundesschnitt kommen 1,5 Staatsdiener in Gemeinden und Gemeindeverbänden auf 100 Einwohner. Damit belegt der Kreis Rang 77 bundesweit und Platz 1 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen.
- Vergleichsweise niedrig ist im Rheingau-Taunus-Kreis der Anteil der gemeldeten Straftaten. 2005 wurden 3.528 Delikte je 100.000 Einwohner gemeldet, bundesweit waren es durchschnittlich 6.919. Rang 25. Platz 2 in Hessen.
- Auf Rang 78 im INSM-Ranking platziert sich der Rheingau-Taunus-Kreis beim Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen. Dieser betrug 2004 4,2 je 1.000 Einwohner. Im Bundesmittel lag der Wert bei 3,3.
- Weit besser als im Schnitt der Republik liegt der Rheingau-Taunus-Kreis beim Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger. 2,6 ALG-II-Empfänger kamen 2005 auf 100 Einwohner (Bundesdurchschnitt 6,0 je 100 Einwohner). Das bringt Rang 71.
Schwächen
- Niedrig im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (24.805 Euro) ist im Rheingau-Taunus-Kreis das Bruttoinlandsprodukt. Im Jahr 2004 wurde je Einwohner im Kreis nur eine Wirtschaftsleistung von 18.541 Euro erbracht. Rang 315.
- Weit hinten liegt der Rheingau-Taunus-Kreis bei den Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände. Statistisch betrachtet stand jeder Einwohner im Jahr 2004 mit 2.185 Euro in der Kreide (Bundesdurchschnitt 1.438 Euro). Das reicht nur für Rang 390.
- Schwierig sind die Bedingungen im Rheingau-Taunus-Kreis für Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen: 2003 standen 100 Nachfrager einem Ausbildungsplatzangebot von nur 90,8 Stellen gegenüber. Bundesweit waren 96,8 Stellen im Angebot. Nur Rang 383.
- Höher als im Bundesmittel sind im Rheingau-Taunus-Kreis die Arbeitskosten. Durchschnittlich 31.269 Euro kostete ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen im Jahr 2004. Im Bundesdurchschnitt waren es 30.561 Euro. Rang 251.
