Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Odenwaldkreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Odenwaldkreis

    Der sicherste Kreis Hessens

    Der Odenwaldkreis belegt mit 52,3 Punkten Platz 172 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Odenwaldkreis Platz 15 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Odenwaldkreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Vergleichsweise sicher lebt es sich im Odenwaldkreis. 2005 wurden hier 3.367 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es mit 6.919 Delikten fast doppelt so viele. In Hessen schafft es der Kreis damit auf Platz 1, im gesamten INSM-Ranking belegt er Rang 17.
    • Recht niedrig ist im Odenwaldkreis der Anteil der öffentlich Beschäftigten. 1,07 Staatsdiener kamen hier im Jahr 2004 statistisch auf 100 Einwohner. Im Bundesschnitt lag der Wert bei 1,5 öffentlich Beschäftigten der Gemeinden und Gemeindeverbände. Rang 88.
    • 62,0 Prozent aller Erwerbspersonen im Odenwaldkreis haben einen Job. Mit dieser Quote bei der Arbeitsplatzversorgung kommt der Odenwaldkreis im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 59,2 Prozent (2005) auf Rang 138.
    • Die vergleichsweise gute Situation auf dem Arbeitsmarkt im Odenwaldkreis spiegelt sich auch bei der Arbeitslosenquote wider: Nur 9,5 Prozent aller Erwerbspersonen hatten im Jahresdurchschnitt 2006 im Kreis keinen Job. Der Bundesdurchschnitt lag bei 12,2 Prozent. Rang 166.

    Schwächen

    • Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (7,5 Prozent) liegt im Odenwaldkreis der Anteil Hochqualifizierter: 4,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten im Kreis 2005 einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Damit belegt der Kreis nur Rang 346.
    • Unbefriedigend ist im Odenwaldkreis der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen. Dieser belief sich 2004 auf 2,4 je 1.000 Einwohner (Bundesdurchschnitt 3,3 je 1.000 Einwohner). Rang 354.
    • Vergleichsweise niedrig ist im Odenwaldkreis die kommunale Investitionsquote. Diese lag im Jahr 2005 bei 8,6 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben (Schnitt Bund: 13,2 Prozent). Rang 326.
    • Schwach schneidet der Odenwaldkreis auch bei der Ausbildungsplatzdichte ab. 100 Nachfrager standen dort im Jahr 2003 einem Angebot von 92 Ausbildungsplätzen gegenüber. Bundesweit waren 96,8 Stellen im Angebot. Nur Rang 352.