Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Main-Kinzig-Kreis

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Main-Kinzig-Kreis

    Pluspunkte bei der Produktivität, Minus bei Lehrstellen und Schulden

    Der Main-Kinzig-Kreis belegt mit 56,2 Punkten Platz 74 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Main-Kinzig-Kreis Platz 8 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Main-Kinzig-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im Main-Kinzig-Kreis gibt es vergleichsweise wenige Langzeitsarbeitslose: Der Anteil an allen Arbeitslosen lag im Jahr 2005 bei nur 29,6 Prozent. Diese Quote liegt unter dem Bundesdurchschnitt von 35,4 Prozent. Rang 86 für den Kreis.
    • Etwas besser als im Bundesdurchschnitt stellt sich im Main-Kinzig-Kreis der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Mit einem Wert von 3,9 je 1.000 Einwohner (2004) rangiert der Kreis auf Rang 122 im INSM-Bundesvergleich. Im Bundesdurchschnitt liegt der Wert bei 3,3 je 1.000 Einwohner.
    • Mit einer Produktivität von 63.019 Euro je Erwerbstätigem (2004) liegt der Main-Kinzig-Kreis über dem Bundesniveau. Deutschlandweit erbringt ein Erwerbstätiger im Schnitt eine Wirtschaftsleistung von 53.331 Euro. Das bringt Rang 39.
    • Relativ hoch platzieren kann sich der Main-Kinzig-Kreis bei der Kaufkraft. Die Bruttolohnsumme je Einwohner lag im Kreis im Jahr 2005 bei 10.362 Euro je Einwohner. Im Bundesmittel waren es 8.523 Euro. Rang 45.

    Schwächen

    • Im Main-Kinzig-Kreis kamen im Jahr 2004 statistisch 1,59 öffentlich Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden auf je 100 Einwohner. Bundesdurchschnitt sind 1,5 Staatsdiener je 100 Einwohner. Nur Rang 300.
    • Recht niedrig ist im Main-Kinzig-Kreis die Ausbildungsplatzdichte. 2003 kamen auf 100 Nachfrager nur 90,5 Ausbildungsplätze. Im Bundesdurchschnitt waren 96,8 Ausbildungsplätze im Angebot. Nur Rang 390 für den Kreis.
    • Relativ hoch ist im Kreis die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände. Im Main-Kinzig-Kreis stand 2005 statistisch gesehen jeder Einwohner mit 2.089 Euro in der Kreide (Bundesdurchschnitt: 1.438 Euro). Rang 375.
    • Rang 236 belegt der Main-Kinzig-Kreis beim Anteil Hochqualifizierter. 6,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hatten 2005 einen Fachhochschul- bzw. Hochschulabschluss. Das liegt um einen Prozentpunkt unter dem Bundesdurchschnitt von 7,5 Prozent. Rang 236.