Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Darmstadt-Dieburg
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Darmstadt-Dieburg
Pluspunkte bei der Altersstruktur, Schwächen beim Bruttoinlandsprodukt
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg belegt mit 56,2 Punkten Platz 71 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Landkreis Darmstadt-Dieburg Platz 7 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Darmstadt-Dieburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Der Kreis Darmstadt-Dieburg erreicht beim Demografieindex mit 121,7 Punkten Platz 3 in Hessen. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, abbildet. 100 Punkte sind Bundesdurchschnitt. Liegt der Wert darüber, so ist die Altersstruktur in einer Region vergleichsweise günstiger als im Schnitt der Republik. Im INSM-Ranking erreicht der Kreis hier Rang 88 und Platz 3 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen.
- Im Landkreis Darmstadt-Dieburg lebt es sich recht sicher. Die Zahl der gemeldeten Straftaten liegt mit 4.166 Delikten je 100.000 Einwohner (2005) weit unter dem Bundesdurchschnitt (6.919 Straftaten). Rang 63. Platz 4 in Hessen.
- Unter dem Bundesdurchschitt liegt im Kreis Darmstadt-Dieburg auch der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Dort kamen im Jahr 2005 statistisch 3,1 Empfänger auf 100 Einwohner (Bundesdurchschnitt 6,0). Rang 107.
- Vergleichsweise hoch ist im Kreis Darmstadt-Dieburg die Kaufkraft. Diese liegt bei 10.633 Euro je Einwohner (2005). Im Bundesmittel sind es 8.523 Euro. Der Kreis belegt Rang 34.
Schwächen
- Den vorletzten Platz innerhalb Hessens belegt der Kreis Darmstadt-Dieburg beim Bruttoinlandsprodukt. Nur 18.889 Euro wurden hier je Einwohner im Jahr 2004 erwirtschaftet (Schnitt Bund: 24.805 Euro) Rang 304 bundesweit.
- Unbefriedigend ist im Kreis Darmstadt-Dieburg die Ausbildungsplatzdichte. 91,9 Ausbildungsplätze gab es im Jahr 2003 statistisch gesehen für 100 Nachfrager. Bundesweit waren 96,8 Lehrstellen im Angebot. Rang 355.
- Überdurchschnittlich hoch sind im Kreis Darmstadt-Dieburg die Arbeitskosten. 33.573 Euro kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Jahr 2004. Im Bundesdurchschnitt waren es 30.561 Euro. Der Kreis kommt damit nur auf Rang 344.
- Mit einer kommunalen Investitionsquote von 10,3 Prozent im Jahr 2005 erreicht der Kreis Darmstadt-Dieburg Rang 293. Die Quote liegt im Bundesdurchschnitt bei 13,2 Prozent.
