Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Bergstraße

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Bergstraße

    Plus bei der Arbeitsplatzversorgung, minus beim Lehrstellenangebot

    Der Landkreis Bergstraße belegt mit 55,2 Punkten Platz 100 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt der Landkreis Bergstraße Platz 12 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Bergstraße punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Bergstraße schneidet überdurchschnittlich bei der Arbeitsplatzversorgung ab. 62,7 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten im Jahr 2005 einen Job. Im Bundesdurchschnitt waren es 59,2 Prozent. Rang 122 bundesweit und Platz 5 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen.
    • Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt im Landkreis Bergstraße der Anteil an Arbeitslosengeld-II-Empfängern. Im Jahr 2005 kamen 3,7 Bezieher von ALG II auf 100 Einwohner (Schnitt Bund: 6 je 100 Einwohner). Das bringt Rang 136 für den Landkreis im INSM-Bundesvergleich und Platz 8 in Hessen.
    • Im Landkreis Bergstraße lebt man vergleichsweise sicher. 2005 wurden dort 5.183 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesdurchschnitt waren es 6.919 Delikte. Rang 128.
    • Im Bundesvergleich weit vorn liegt der Landkreis Bergstraße bei der Einkommensteuerkraft. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer belief sich im Jahr 2004 auf 336 Euro je Einwohner (Schnitt Bund: 216 Euro je Einwohner). Der Landkreis platziert sich damit auf Rang 35.

    Schwächen

    • Ungünstig stellte sich im Landkreis Bergstraße 2004 der Saldo aus Gewerbean- und -abmeldungen dar. Der Wert von 2,6 je 1.000 Einwohner verweist auf eine Gründungsdynamik, die deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (3,3 je 1.000 Einwohner) liegt. Nur Rang 325 für den Landkreis.
    • Schwächer als im Bundesdurchschnitt ist auch das Bruttoinlandsprodukt. Nur 21.412 Euro wurden hier je Einwohner im Jahr 2004 erwirtschaftet. Bundesmittel: 24.805. Rang 243.
    • Schwierig sind die Bedingungen im Kreis Bergstraße für Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen: 2003 standen 100 Nachfrager einem Ausbildungsplatzangebot von 91,9 Stellen gegenüber. Bundesweit waren 96,8 Stellen im Angebot. Rang 355.
    • Mit einer kommunalen Investitionsquote von 10 Prozent im Jahr 2005 erreicht der Kreis Rang 300 bundesweit und Platz 17 in Hessen. Im Bundesdurchschnitt liegt die Quote bei 13,2 Prozent der Gesamtausgaben.