Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Schleswig-Flensburg
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Schleswig-Flensburg
Schlanke Verwaltung, wenig Hochqualifizierte
Der Landkreis Schleswig-Flensburg belegt mit 47,2 Punkten Platz 298 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Schleswig-Holstein belegt der Landkreis Schleswig-Flensburg Platz 10 unter 15 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Schleswig-Flensburg punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Im Kreis Schleswig-Flensburg leistet man sich statistisch betrachtet nur 0,91 öffentlich Beschäftigte je 100 Einwohner (2004). Im Bundesdurchschnitt kommen 1,5 Staatsdiener auf 100 Einwohner. Sieger in Schleswig Holstein und Rang 41 bundesweit.
- Im Kreis Schleswig-Flensburg lebt es sich vergleichsweise sicher. 2005 wurden dort 5.574 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Im Bundesmittel waren es 6.919 Delikte. Das bringt Rang 162.
- Unterdurchschnittlich ist im Kreis Schleswig-Flensburg die Quote der Langzeitarbeitslosen. Mit einem Anteil von 31,3 Prozent aller Arbeitslosen im Jahr 2005 (Bundesdurchschnitt 35,4 Prozent) schafft der Kreis Rang 129 im Bundesvergleich.
- Niedrig und damit aus Unternehmenssicht ein Standort-Plus sind im Kreis Schleswig-Flensburg die Arbeitskosten. Sie lagen 2004 bei 28.093 Euro. Damit kostet ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen im Schnitt weniger als im Bundesmittel (30.561 Euro). Rang 131.
Schwächen
- Vergleichsweise niedrig ist im Kreis Schleswig-Flensburg der Anteil Hochqualifizierter: Nur 3,4 Prozent aller Beschäftigten im Kreis hatten im Jahr 2005 einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. Im Bundesmittel waren es 7,5 Prozent. Nur Rang 419 im INSM-Ranking.
- Nachholbedarf hat der Kreis Schleswig-Flensburg bei der Kaufkraft. Die Bruttolohnsumme je Einwohner lag 2005 bei 6.925 Euro (Bundesdurchschnitt 8.523 Euro). Rang 381.
- Nur mäßig schneidet der Kreis Schleswig-Flensburg auch beim Bruttoinlandsprodukt ab. 17.857 Euro wurden je Einwohner (2004) erwirtschaftet. Der Bundesdurchschnitt beläuft sich hingegen auf 24.805 Euro. Bundesweit schafft der Kreis damit nur Rang 337.
- Unterdurchschnittlich ist im Kreis Schleswig-Flensburg auch der Anteil Beschäftigter in schnell wachsenden Branchen. Lediglich 5,8 Prozent (Bundesdurchschnitt: 8,4 Prozent) waren 2005 in einer Wachstumsbranche tätig. Rang 311.
