Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Wiesbaden

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Wiesbaden

    Starke Wirtschaftskraft, hohe Arbeitskosten und Schulden

    Die kreisfreie Stadt Wiesbaden belegt mit 55,9 Punkten Platz 80 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt Wiesbaden Platz 10 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Wiesbaden punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Die kreisfreie Stadt Wiesbaden erreicht bei der Produktivität der Wirtschaft ein hohes Niveau: Ein Erwerbstätiger erbrachte dort im Jahr 2004 im Schnitt eine Wirtschaftsleistung von 71.257 Euro. Im Bundesmittel waren es nur 53.331 Euro. Wiesbaden platziert sich damit auf Rang 15 im INSM-Ranking und auf Platz 3 in Hessen.
    • Deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt Wiesbaden auch beim Indikator Bruttoinlandsprodukt: 43.533 Euro wurden hier je Einwohner im Jahr 2004 erwirtschaftet. Der Vergleichswert im Bundesdurchschnitt lag bei 24.805 Euro. Rang 24.
    • Die Stadt Wiesbaden punktet zudem bei der Altersbeschäftigungsquote. 2005 hatten 33 Prozent aller Einwohner im Alter von 55-65 Jahren einen Job (Bundesmittel: 29,4 Prozent). Rang 51.
    • Über Bundesdurchschnitt liegt Wiesbaden bei der Qualifikation seiner Arbeitnehmer. 13,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Stadt haben einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss (2005). Bundesweit beträgt der Anteil Hochqualifizierter nur 7,5 Prozent. Rang 28.

    Schwächen

    • Weit hinten liegt die Stadt Wiesbaden bei den kommunalen Investitionen: Die Quote betrug im Jahr 2005 nur 4,1 Prozent der kommunalen Gesamtausgaben. Bundesschnitt: 13,2 Prozent. Rang 418.
    • Recht hoch sind die Arbeitskosten in Wiesbaden mit 38.718 Euro je Arbeitnehmer (2004). Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen nur 30.561 Euro. Rang 420 für die Stadt.
    • Nicht punkten kann die Stadt Wiesbaden bei der kommunalen Verschuldung. Im Jahr 2005 entfielen statistisch 2.226 Euro auf jeden Einwohner. Im Bundesdurchschnitt lagen die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände bei 1.438 Euro. Rang 392.
    • Vergleichsweise schlecht steht die Stadt Wiesbaden bei der Kriminalität da: 2005 wurden dort 9.608 Straftaten je 100.000 Einwohner gemeldet. Bundesweit waren es nur 6.919 Delikte. Die Stadt schafft nur Rang 364.