Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Offenbach am Main
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Offenbach am Main
Viele Jobs in schnell wachsenden Branchen, niedrige Investitionsquote
Die kreisfreie Stadt Offenbach am Main belegt mit 51,4 Punkten Platz 201 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt Offenbach am Main Platz 19 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Offenbach am Main punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Sieger in Hessen ist Offenbach am Main beim Demografieindex, einem Sammelindikator, der die Altersstruktur der Bevölkerung, zum Beispiel das Zahlenverhältnis zwischen Jung und Alt heute und in Zukunft, beschreibt. Der Kreis erreicht hier 132,8 Punkte (Bundesdurchschnitt 100 Punkte) und belegt damit Rang 30 im INSM-Ranking.
- Höher als im Bundesschnitt ist in Offenbach am Main mit 18,9 Prozent (2005) der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,4 Prozent. Rang 6 für den Kreis.
- Punkten kann Offenbach am Main bei der Produktivität. Im Jahr 2004 erbrachte ein Erwerbstätiger im Kreis eine durchschnittliche Wirtschaftsleistung von 67.431 Euro. Das Bundesmittel beträgt 53.331 Euro. Rang 20.
- Über Bundeniveau liegen in der Stadt Offenbach am Main die Einkommen. Die Bruttolohnsumme je Beschäftigtem lag hier im Jahr 2005 bei 33.398 Euro (Bundesdurchschnitt 25.822 Euro). Das bringt Rang 18.
Schwächen
- Weit unterdurchschnittlich ist in der Stadt Offenbach am Main die kommunale Investitionsquote. Nur 3,6 Prozent betrug der Investitionsanteil an den kommunalen Gesamtausgaben im Jahr 2005. Im Bundesdurchschnitt lag die Quote bei 13,2 Prozent. Rang 425.
- Nur Rang 407 belegt Offenbach am Main beim Anteil der öffentlich Beschäftigten. Die Stadt leistete sich im Jahr 2004 statistisch betrachtet 2,5 Staatsdiener pro 100 Einwohner (Bundesdurchschnitt 1,5 öffentlich Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden je 100 Einwohner).
- Im Jahr 2005 kamen in der Stadt Offenbach am Main rechnerisch 10,3 Arbeitslosengeld-II-Empfänger auf 100 Einwohner. Bundesweit waren es 6,0 ALG-II-Empfänger. Nur Rang 371.
- Weniger gut steht die Stadt Offenbach am Main bei der Arbeitslosenquote da. Diese betrug im Jahresdurchschnitt 2006 16,4 Prozent. Im Bundesmittel lag sie bei 12,2 Prozent. Rang 329.
