Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Frankfurt am Main
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Frankfurt am Main
Sieger beim Einkommen, Verlierer bei den Straftaten
Die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main belegt mit 59,5 Punkten Platz 22 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Hessen belegt Frankfurt am Main Platz 3 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Frankfurt am Main punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- In der gesamten Bundesrepublik belegt die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main Platz 1 beim Indikator Einkommen. In Frankfurt am Main lag die Bruttolohnsumme je Beschäftigtem im Jahr 2005 bei 37.257 Euro. Im Bundesmittel waren es lediglich 25.822 Euro.
- Auch beim Bruttoinlandsprodukt platziert sich die Stadt Frankfurt am Main weit vorn im INSM-Ranking. Die Wirtschaftsleistung je Einwohner lag im Jahr 2004 bei 74.118 Euro. Bundesdurchschnitt: 24.805 Euro. Rang 2 für die Stadt bundesweit, Platz 1 in Hessen.
- Mit 17 Prozent weit über Bundesniveau liegt der Anteil Hochqualifizierter in Frankfurt am Main (2005). Im Bundesdurchschnitt haben 7,5 Prozent aller Beschäftigten einen Hochschul- bzw. Fachhochschulabschluss. Rang 11 bundesweit, Platz 2 unter 26 Kreisen und kreisfreien Städten in Hessen.
- Weit höher als im Bundesschnitt (8,4 Prozent) ist in Frankfurt am Main 2005 mit 20,3 Prozent auch der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Rang 3.
Schwächen
- Auf Platz 435 und damit dem letzten Rang im INSM-Regionalvergleich landet Frankfurt am Main bei der Sicherheit. Nirgendwo in Deutschland wurden im Jahr 2005 bezogen auf 100.000 Einwohner so viele Straftaten gemeldet wie hier: 2005 waren es 17.570 Delikte (Bundesdurchschnitt: 6.919).
- Überdurchschnittlich hoch sind in Frankfurt am Main die Arbeitskosten. 41.824 Euro kostete im Jahr 2004 ein Arbeitnehmer in der Main-Metropole sein Unternehmen im Schnitt. Im Bundesmittel waren es nur 30.561 Euro. Rang 429.
- Die kommunalen Schulden in Frankfurt am Main sind beträchtlich. Im Schnitt steht dort statistisch betrachtet jeder Einwohner (2004) mit 3.062 Euro in der Kreide. Im Bundesmittel sind es 1.438 Euro je Einwohner. Hier erreicht die Stadt nur Rang 426.
- Die Stadt Frankfurt am Main leistet sich vergleichsweise viele öffentlich Beschäftigte. 1,98 Staatsdiener kamen im Jahr 2004 auf 100 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt kommen 1,5 öffentlich Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden auf je 100 Einwohner. Rang 370.
