Das INSM-Regionalranking 2006

    Landkreis Olpe

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Landkreis Olpe

    Beste Arbeitsplatzversorgung in NRW - insgesamt Platz 3 im Land

    Der Landkreis Olpe belegt mit 56 Punkten Platz 77 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt der Landkreis Olpe Platz 3 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Olpe punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Der Landkreis Olpe punktet bei der Arbeitsplatzversorgung: 67 Prozent der Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten hier im Jahr 2005 einen Job. Das ist im Vergleich zum Bundesmittel von 59,2 Prozent ein sehr gutes Ergebnis. Rang 21 bundesweit, Platz 1 in NRW.
    • Der Kreis erreicht auch bei der Arbeitslosenquote Platz 1 in NRW: Die Quote lag im Jahresdurchschnitt 2006 bei 7,4 Prozent und damit deutlich unter dem Bundesschnitt von 12,2 Prozent. Rang 93 bundesweit.
    • Im Kreis Olpe sind nur 3 Prozent aller Einwohner Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Bundesweit liegt die Quote doppelt so hoch. Rang 101 im INSM-Bundesvergleich und erneut Rang 1 in NRW.
    • Die Verwaltung im Landkreis Olpe ist relativ schlank. Während bundesweit auf 100 Einwohner statistisch betrachtet 1,5 öffentlich Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden kommen, sind es im Landkreis nur 0,93 Staatsdiener (2004). Rang 49 im INSM-Regionalranking.

    Schwächen

    • Nur auf Rang 378 bundesweit und auf dem letzten Platz in NRW rangiert der Landkreis Olpe beim Anteil Hochqualifizierter. Bundesweit haben 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss, im Kreis sind es nur 4,2 Prozent.
    • In einer schnell wachsenden Branche arbeiten im Landkreis Olpe 4,9 Prozent der Beschäftigten. Das ist weniger als im Bundesschnitt (8,4 Prozent) und bringt nur Rang 366 im INSM-Bundesvergleich. Vorletzter Platz in Nordrhein-Westfalen.
    • Ungünstig ist im Landkreis Olpe der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen. Der Wert lag im Jahr 2004 bei 2,8 je 1.000 Einwohner und verweist auf eine relativ gesehen schwächere Gründungsdynamik, denn er liegt um 0,5 unter dem Bundesmittel von 3,3 je 1.000 Einwohner. Rang 293.
    • Über dem Bundesdurchschnitt von 30.561 Euro liegen im Kreis Olpe die Arbeitskosten je Beschäftigtem. 31.626 Euro kostete ein Arbeitnehmer im Kreis sein Unternehmen im Jahr 2004. Rang 273.