Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Märkischer Kreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Märkischer Kreis
Gute Aussichten für Lehrstellenbewerber, recht hohe Arbeitskosten
Der Märkische Kreis belegt mit 53,2 Punkten Platz 138 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt der Märkische Kreis Platz 11 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Märkische Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- 100 Lehrstellenbewerber fanden deutschlandweit im Jahr 2003 nur ein Angebot von 96,8 Ausbildungsplätzen vor. Im Märkischen Kreis hatte man dagegen mehr Ausbildungsplätze: 102,7 Stellen je 100 Nachfrager. Mit dieser guten Ausbildungsplatzdichte erreicht der Kreis Rang 37 im INSM-Regionalranking und Platz 4 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW.
- Recht hoch sind im Märkischen Kreis die Einkommen: 29.936 Euro je Beschäftigtem (2005) liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 25.822 Euro. Das bringt Rang 48.
- Im Märkischen Kreis hatten im Jahr 2005 63,4 Prozent der Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 65 Jahren einen Job. Bei einem Bundesdurchschnitt von 59,2 Prozent bringt das Rang 98 bei der Arbeitsplatzversorgung.
- Gut schneidet der Märkische Kreis mit Rang 87 auch bei der Altersbeschäftigungsquote ab: Statistisch betrachtet haben hier 32 von je 100 Einwohnern im Alter zwischen 55 und 65 Jahren einen sozialversicherungspflichtigen Job. Im Bundesschnitt sind es nur 29,4 Prozent.
Schwächen
- Nur Rang 379 erreicht der Märkische Kreis beim Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen. Der Wert von 2,2 je 1.000 Einwohner liegt um 1,1 Zähler unter dem Bundesdurchschnitt und verweist auf ein vergleichsweise schwaches Gründungsgeschehen im Kreis.
- Relativ hoch sind die Arbeitskosten im Märkischen Kreis: Im Jahr 2004 kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Schnitt 33.930 Euro. Bundesweit lagen die Arbeitskosten nur bei 30.561 Euro. Rang 361.
- Niedriger als im Bundesschnitt (8,4 Prozent) ist im Märkischen Kreis mit 5,4 Prozent der Anteil der Beschäftigten in schnell wachsenden Branchen. Das bedeutet Rang 337 für den Kreis.
- Nur Rang 332 belegt der Märkische Kreis bei der Investitionsquote: 8,4 Prozent betrug hier der Investitionsanteil an den kommunalen Gesamtausgaben im Jahr 2005. Im Bundesdurchschnitt waren es 13,2 Prozent. Innerhalb Nordrhein-Westfalens erreicht der Kreis damit aber noch Platz 21 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten.
