Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Ennepe-Ruhr-Kreis
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Ennepe-Ruhr-Kreis
Recht stark bei der Einkommensteuerkraft, schwach bei Investitionen
Der Ennepe-Ruhr-Kreis belegt mit 52,0 Punkten Platz 183 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt der Ennepe-Ruhr-Kreis Platz 22 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Ennepe-Ruhr-Kreis punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Der Ennepe-Ruhr-Kreis hat eine vergleichsweise hohe Ausbildungsplatzdichte. Im Schnitt gab es hier im Jahr 2003 für 100 Lehrstellensuchende 101 Ausbildungsplätze. Deutschlandweit waren 96,8 Ausbildungsplätze im Angebot. Das bringt Rang 80 für den Kreis.
- Im Bundesschnitt lag der Einkommensteueranteil der Gemeinden im Jahr 2004 bei 216 Euro je Einwohner. Im Ennepe-Ruhr-Kreis liegt die Einkommenssteuerkraft bei fast 300 Euro. Rang 76.
- Auf Rang 52 kommt der Ennepe-Ruhr-Kreis beim Einkommensvergleich. Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort je sozialversicherungspflichtig Beschäftigtem lag im Kreis im Jahr 2004 mit 29.762 Euro deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 25.822 Euro.
- Auch bei der Kaufkraft erreicht der Ennepe-Ruhr-Kreis eine recht gute Platzierung: Die Bruttolohnsumme am Wohnort je Einwohner lag hier im Jahr 2005 bei 9.402 Euro. Der Bundesdurchschnitt beträgt 8.523 Euro. Rang 113 im INSM-Regionalranking.
Schwächen
- Recht hoch sind die Arbeitskosten. Im Ennepe-Ruhr-Kreis kostete ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Schnitt des Jahres 2004 33.849 Euro, im Bundesmittel sind es 30.561 Euro. Rang 355.
- Auf Platz 317 rangiert der Ennepe-Ruhr-Kreis bei der Langzeitarbeitslosigkeit: 40 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis waren im Jahr 2005 langzeitarbeitslos. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 35,4 Prozent.
- Nicht punkten kann der Ennepe-Ruhr-Kreis auch bei der kommunalen Investitionsquote. Während die Quote im Bundesdurchschnitt bei 13,2 Prozent der Gesamtausgaben lag, waren es im Kreis im Jahr 2005 nur 4,9 Prozent. Rang 408.
- Der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen liegt im Kreis bei 2,3 je 1.000 Einwohner. Im Bundesdurchschnitt liegt der Saldo bei 3,3 (2004). Mit dieser vergleichsweise geringen Gründungsdnyamik kommt der Ennepe-Ruhr-Kreis nur auf Rang 374.
