Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Herne
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Herne
Stark bei den Einkommen, NRW-Schlusslicht bei der Altersbeschäftigungsquote
Herne belegt mit 43,9 Punkten Platz 348 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Herne Platz 53 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Herne punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- In Herne wird gut verdient: Ein sozialversicherungspflichtig Beschäftigter kam dort im Jahr 2005 auf eine durchschnittliche Bruttolohnsumme am Arbeitsort von 33.868 Euro. Bundesweit lag das Einkommen im Schnitt nur bei 25.822 Euro. Rang 15 im INSM-Bundesvergleich und Platz drei in Nordrhein-Westfalen.
- 15,2 Prozent der Beschäftigten in der Stadt arbeiteten im Jahr 2005 in schnell wachsenden Branchen. Im Bundesdurchschnitt waren es nur 8,4 Prozent. Platz 30 für Herne.
- Bundesweit hatten im Jahr 2005 im Schnitt 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. In Herne lag der Anteil Hochqualifizierter um 0,2 Prozentpunkte höher. Rang 160.
- In der oberen Hälfte (Rang 210) rangiert Herne mit seiner Verwaltung. Während im Bundesmittel 1,5 öffentlich Beschäftigte auf 100 Einwohner kommen, sind es in Herne nur 1,34 öffentlich Beschäftigte (2004).
Schwächen
- Bundesweit auf Rang 432 und in NRW auf dem letzten Platz landet Herne bei der Altersbeschäftigungsquote. Nur 21,5 Prozent der 55- bis 65-Jährigen hatten dort 2005 einen sozialversicherungspflichtigen Job. Im Bundesschnitt waren es 29,4 Prozent.
- Die kommunale Investitionsquote in Herne reicht nur für Platz 411. Der Anteil der kommunalen Investitionen an den Gesamtausgaben lag in der Stadt im Durchschnitt im Jahr 2005 bei nur 4,8 Prozent. Der Bundesschnitt lag bei 13,2 Prozent.
- Ungünstig verhält sich in Herne der Saldo von Gewerbean- und -abmeldungen je 1.000 Einwohner. Der Wert lag im Jahr 2004 bei 1,7. Das verweist auf eine mäßige Gründungsdynamik in der Stadt. Denn bundesweit lag der Saldo bei 3,3. Rang 420.
- Während bundesweit 35,4 Prozent der Arbeitslosen dauerhaft keinen Job finden, liegt der Anteil der Langzeitarbeitslosen in Herne bei 47,1 Prozent. Nur Platz 417 unter 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten bundesweit und vorletzter Platz in NRW.
