Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Hamm

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Hamm

    Probleme am Arbeitsmarkt, aber auch viele Jobs in schnell wachsenden Branchen

    Die Stadt Hamm belegt mit 45,0 Punkten Platz 333 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Hamm Platz 52 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Hamm punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • Im oberen Viertel des Rankings (Rang 102) platziert sich Hamm beim Anteil der Beschäftigten, die in schnell wachsenden Branchen arbeiten. 2005 waren es in Hamm 10,8 Prozent, im Bundesmittel nur 8,4 Prozent.
    • Etwas schlanker als im Bundesschnitt ist die Verwaltung in Hamm: Hier kommen auf 100 Einwohner 1,31 öffentlich Beschäftigte (2004), bundesweit sind es durchschnittlich 1,5 Beschäftigte in Gemeinden und Gemeindeverbänden. Rang 188.
    • Hamm liegt beim Demografieindex mit 104,1 Punkten leicht über dem Bundesniveau (100 Punkte). Platz 204 im INSM-Regionalranking. Der Demografieindex ist ein Sammelindikator, der mehrere Faktoren wie den Geburtenüberschuss oder den Anteil der unter 20-Jährigen an der Bevölkerung zusammenfasst und damit die Altersstruktur der Bevölkerung abbildet. 100 Punkte sind Bundesdurchschnitt.
    • Beim Einkommen steht Hamm in der oberen Hälfte (Platz 194) des Rankings. Die Durchschnitts-Bruttolohnsumme am Arbeitsort der Arbeitnehmer liegt hier mit 26.186 Euro noch knapp über dem Bundesschnitt von 25.822 Euro (2005).

    Schwächen

    • In Hamm ist der Anteil der Einwohner zwischen 55 und 65 Jahren, die einen sozialversicherungspflichtigen Job haben, niedrig: Die Altersbeschäftigungsquote liegt im Bundesdurchschnitt bei 29,4 Prozent, in Hamm aber nur bei 23,2 Prozent. Das entspricht Rang 421 im INSM-Regionalranking.
    • Ungünstige Bedingungen für Lehrstellensuchende in Hamm: Auf 100 Nachfrager kamen im Jahr 2003 statistisch betrachtet nur 90,7 Ausbildungsplätze. Bundesweit waren im Schnitt 96,8 Lehrstellen im Angebot. Rang 388 bei der Ausbildungsplatzdichte.
    • 54,3 Prozent aller Erwerbspersonen im Alter von 15 bis 65 Jahren hatten in Hamm im Jahr 2005 einen Job. Bundesdurchschnitt bei der Arbeitsplatzversorgung ist eine Quote von 59,2 Prozent. Rang 355.
    • Der Anteil Langzeitarbeitsloser an allen Arbeitslosen lag in Hamm mit 41,9 Prozent im vergangenen Jahr deutlich über Bundesniveau (35,4 Prozent). Rang 352.