Das INSM-Regionalranking 2006

    Kreisfreie Stadt Hagen

    INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil

    Kreisfreie Stadt Hagen

    Verschuldung vergleichsweise niedrig, relativ hohe Arbeitskosten

    Die Stadt Hagen belegt mit 48,1 Punkten Platz 284 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Hagen Platz 41 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Hagen punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

    Stärken

    • In Hagen gab es im Jahr 2003 statistisch betrachtet für 100 Lehrstellensuchende 101 Ausbildungsplätze. Bei einem Bundesdurchschnitt von nur 96,8 Ausbildungsplätzen je 100 Nachfrager ist das ein gutes Ergebnis - Rang 80.
    • Die Bruttolohnsumme am Arbeitsort eines in Hagen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag im Jahr 2005 durchschnittlich bei 28.276 Euro. Im Bundesmittel lagen die Einkommen bei nur 25.822 Euro. Rang 98 für Hagen.
    • Vergleichsweise gut steht Hagen auch bei den kommunalen Schulden da: Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in Hagen lagen im Jahr 2004 statistisch betrachtet bei 1.018 Euro. Im Bundesschnitt stand jeder Einwohner mit 1.438 Euro in der Kreide. Platz 107 im INSM-Bundesvergleich und Rang 2 in Nordrhein-Westfalen!
    • 9 Prozent aller Beschäftigten in Hagen arbeiteten im Schnitt des Jahres 2005 in schnell wachsenden Branchen. Bundesweit waren es nur 8,4 Prozent. Rang 146.

    Schwächen

    • Nur Rang 421 belegt Hagen beim Saldo von Gewerbean- und -abmeldungen. Der Saldo lag im Jahr 2004 nur bei 1,7 je 1.000 Einwohner. Das verweist auf eine vergleichsweise schwache Gründungsdynamik, denn bundesweit lag der Saldo bei 3,3.
    • Weit hinten im Ranking (Rang 412) liegt Hagen auch mit seiner kommunalen Investitionsquote von 4,8 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben. Im Bundesdurchschnitt liegt die Quote im Jahr 2005 bei 13,2 Prozent.
    • In Hagen hat ein Arbeitnehmer sein Unternehmen im Jahr 2004 durchschnittlich 33.981 Euro gekostet. Das ist deutlich mehr als im Bundesschnitt (30.561 Euro). Rang 362.
    • Von 100 Einwohnern in Hagen bezogen im Jahr 2005 statistisch betrachtet 8,7 Arbeitslosengeld II. Bundesweit kamen nur 6 ALG-II-Empfänger auf 100 Einwohner. Damit landet Hagen beim INSM-Regionalranking nur auf Platz 339.