Das INSM-Regionalranking 2006
Kreisfreie Stadt Dortmund
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Kreisfreie Stadt Dortmund
Arbeitslosigkeit ist das größte Problem der Revier-Metropole
Die Stadt Dortmund belegt mit 45,5 Punkten Platz 323 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Nordrhein-Westfalen belegt Dortmund Platz 50 unter 54 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo Dortmund punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- 15,4 Prozent der Beschäftigten in Dortmund arbeiten in schnell wachsenden Branchen. Das liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 8,4 Prozent. Rang 25.
- Platz 65 erreicht Dortmund beim Anteil Hochqualifizierter. Während bundesweit 7,5 Prozent der Beschäftigten einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss haben, sind es in Dortmund 10,4 Prozent.
- Einkommen: Vergleichsweise hoch ist die Bruttolohnsumme am Arbeitsort eines in Dortmund sozialversicherungspflichtig Beschäftigten: 29.385 Euro (2005). Das liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 25.822 Euro. Rang 66.
- In Dortmund liegt der Saldo der Gewerbean- und -abmeldungen je 1.000 Einwohner mit 4,1 (2004) deutlich über Bundesniveau. Der bundesweite Wert liegt nur bei 3,3. Diese vergleichsweise gute Gründungsdynamik bringt Dortmund Rang 95 im INSM-Regionalranking.
Schwächen
- Auf dem vorletzten Rang in Nordrhein-Westfalen und auf Platz 367 im Bundesvergleich landet Dortmund bei der Arbeitslosenquote. Diese lag im Jahresdurchschnitt 2006 bei 18,7 Prozent und damit deutlich über dem Bundesschnitt von 12,2 Prozent.
- Von den in Dortmund als arbeitslos gemeldeten Erwerbspersonen zählten im Jahr 2005 46,6 Prozent zu den Langzeitarbeitslosen. Das bedeutet bei einem Bundesschnitt von 35,4 Prozent nur Rang 412 für die Stadt.
- Nur Platz 418 erreicht Dortmund auch bei der Altersbeschäftigungsquote. Während im Bundesdurchschnitt 29,4 Prozent der 55- bis 65-Jährigen einen sozialversicherungspflichtigen Job haben, sind es in Dortmund nur 23,7 Prozent (2005).
- Dortmund ist vergleichsweise unsicher: 11.139 gemeldete Straftaten kommen hier im Schnitt des Jahres 2005 auf 100.000 Einwohner. Bei einem Bundesmittel von gemeldeten 6.919 Delikten reicht das nur für Rang 394.
