Das INSM-Regionalranking 2006
Landkreis Plön
INSM-Regionalranking - das Stärken-Schwächen-Profil
Landkreis Plön
Niedrige Arbeitskosten, wenig Hochqualifizierte
Der Landkreis Plön belegt mit 48,6 Punkten Platz 271 von insgesamt 435 untersuchten Kreisen und kreisfreien Städten im ersten wissenschaftlichen Regionalranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Innerhalb des Landes Schleswig-Holstein belegt der Landkreis Plön Platz 7 unter 15 Kreisen und kreisfreien Städten. Die INSM-Studie berücksichtigt zahlreiche ökonomische und strukturelle Indikatoren wie Arbeitseinkommen, Bruttoinlandsprodukt und Ausbildungsplatzdichte. Wo der Landkreis Plön punktet - und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:
Stärken
- Der Kreis Plön punktet bei den Arbeitskosten. Aus Unternehmenssicht gilt es als Standort-Plus, wenn diese niedrig sind. Im Kreis Plön kostete im Jahr 2004 ein Arbeitnehmer sein Unternehmen 26.897 Euro. Bundesweit waren es durchschnittlich 30.561 Euro. Das bringt Rang 96 im Bund und Platz 2 in Schleswig-Holstein.
- Vergleichsweise gut platziert ist der Kreis Plön bei der Ausbildungsplatzdichte. 100 Nachfrager standen im Jahr 2003 statistisch betrachtet einem Angebot von 99,8 Ausbildungsplätzen gegenüber (Bundesmittel: 96,8 Stellen). Damit erreicht der Kreis Rang 137.
- Unter dem Bundesdurchschnitt (12,2 Prozent) bewegt sich im Kreis Plön die Arbeitslosenquote. Diese lag im Jahresdurchschnitt 2006 bei 10,2 Prozent. Rang 195.
- Vergleichsweise niedrig ist die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände im Kreis Plön. Jeder Einwohner steht dort rechnerisch mit 861 Euro in der Kreide (2004). Im Bundesdurchschnitt sind es 1.438 Euro. Ein respektabler Rang 60.
Schwächen
- Schlecht hingegen schneidet der Kreis Plön beim Bruttoinlandsprodukt ab. Nur 14.585 Euro wurden hier je Einwohner im Jahr 2004 erwirtschaftet (Bund: 24.805 Euro). Rang 416.
- 54 Prozent aller Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren hatten im Kreis Plön 2005 einen sozialversicherungspflichtigen Job. Der Bundesdurchschnitt bei der Arbeitsplatzversorgung lag bei 59,2 Prozent. Nur Rang 360.
- Unter Durchschnitt liegt der Kreis bei der Produktivität. So erwirtschaftete dort jeder Erwerbstätige im Jahr 2004 durchschnittlich ein BIP von 48.375 Euro. Bundesdurchschnitt: 53.331 Euro. Rang 317.
- Niedrig ist im Kreis Plön auch der Anteil Hochqualifizierter. Dieser liegt mit 4,2 Prozent Hochschul- und Fachhochschulabsolventen an den Beschäftigten (2005) weit unter dem Bundesdurchschnitt (7,5 Prozent). Lediglich Rang 379 für den Kreis.
